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Beirat Sportentwicklung
berufen
Elf Personen werden dem
DOSB-Beirat Sportentwicklung angehören. Deutsches Sportabzeichen:
Frank Wittchen, Geschäftsführer Breitensport LSV Saarland.
Ehrenamt/bürgerschaftliches Engagement und Integration: Sebastian
Braun, Sportsoziologe, Uni Paderborn. Frauen und Gleichstellung:
Ilse Hartmann-Tews (Gender Mainstreaming) Sportsoziologin, Abteilung
Geschlechterforschung, DSHS Köln. Iris Pahmeier (Gesundheit) Uni
Vechta. Seniorensport/Sport mit Älteren: Andreas Kruse,
Gerontologe, Uni Heidelberg. Sport und Familie: Manfred Wegner,
Sportpädagoge, Uni Kassel. Sport und Gesundheit: Winfried Banzer,
Sportmediziner, Uni Frankfurt; Hans-Hermann Dickhuth,
Sportmediziner, Uni Freiburg. Sportentwicklung,
Vereins-/Verbandsberatung: Christian Wopp, Sportsoziologe, Uni
Osnabrück. Sportstätten und kommunale Sportstättenentwicklung:
Rudolf Behacker, Sportamtsleiter München, Vorsitzender der
Arbeitsgemeinschaft deutscher Sportämter. Umwelt und Sport: Rainer
Baake, Bundesgeschäftsführer Deutsche Umwelthilfe.
Wissensmanagement: Anna Fernandez, Diakonisches Werk der EKD,
Stuttgart, Abt. Wissensmanagement/Zentrum
Kommunikation.
NADA stellt in ihrer Bilanz
2006 199 dopingrelevante Verstöße
fest
Die Nationale
Anti-Doping-Agentur (NADA) hat im vergangenen Jahr 199 dopingrelevante
Verstöße gemeldet. Das sieht die Jahresstatistik der
unabhängigen Stiftung vor, die jetzt veröffentlicht wurde. Im
zurückliegenden Jahr wurden insgesamt 7.847 Kontrollen für den
organisierten Sport durchgeführt. Darunter waren 4.415 Trainingskontrollen
für deutsche Sportfachverbände, davon wurden 568 Urinproben auf EPO
untersucht. 3.432 Kontrollen
wurden als Wettkampfkontrollen von den nationalen Fachverbänden
selbständig organisiert und durchgeführt; auf EPO wurden hier 332
Proben untersucht.
Festgestellt wurden zehn
Verstöße bei Aktiven deutscher Spitzenverbände bei den so genannten
Trainingskontrollen. 45 Verstöße bei Wettkampfkontrollen sind
aufgelistet - wie viele hier auf den organisierten Sport fallen,
geht nicht explizit aus dem Material hervor, in der Statistik sind
allerdings 21 Fälle aufgeführt. 42mal konnte eine positive Probe mit
einer medizinischen Ausnahmegenehmigung oder anderweitigen
medizinischen Befunden begründet werden, so dass es zu keiner
Sanktionierung kam. 2006 gab es überdies 100mal erhöhte
Testosteron/Epitestosteron-Quotienten, bei deren Nachprüfung in den
Labors dann kein positiver Befund, also keine exogene Zuführung von
Testosteron, festgestellt werden konnte. Alle 900 Untersuchungen auf
das Peptidhormon Erythropoetin (EPO) blieben ohne Befund; darunter
sind 421 EPO-Analysen allein bei Triathleten und 135 bei Aktiven des
Bundes Deutscher Radfa hrer vorgenommen
worden.
In der Gesamtbilanz stellt die
NADA 62 „positive Analysen und weitere relevante Verstöße“ fest. Von
den 45 positiven Wettkampfkontrollen fallen allein 13 auf
Berufsboxer, die nicht im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB)
organisiert sind, und einige weitere, die für internationale
Organisationen oder ausländische Verbände durchgeführt wurden. Von
den Kontrolllaboren meldeten im vergangenen Jahr Kreischa 101 und
Köln 34 positive Fälle. Der Großteil war wegen Vorliegens einer
Ausnahmegenehmigung letztendlich kein Dopingfall.
Wie in der Jahresstatistik
der NADA ausgeführt wird, habe es einmal den Verdacht auf
Manipulation der Probe gegeben; das Verfahren sei eingestellt
worden. Von vier Verweigerungen sei ein Vorgang sanktioniert worden;
drei weitere Fälle waren begründet. Zum Problem der so genannten
„missed tests“ (verpasste Tests) heißt es im NADA-Bericht: „Verstöße gegen
Meldepflichtverletzungen: 201 Vorgänge, die den nationalen
Sportfachverbänden als mögliche Meldepflichtverstöße gemeldet werden
hätten können, bei 161 Vorgängen ist die Kontrolle zu einem späteren
Zeitpunkt erfolgreich durchgeführt worden. 40 Vorgänge sind derzeit
den Verbänden zur weiteren Bearbeitung gemeldet. Zwei Vorgänge
wurden vom Verband sanktioniert.“
Mit 1.326 wurden die
meisten Kontrollen für den Deutschen Leichtathletik-Verband
vollzogen: 306 Wettkampfkontrollen und 1.020 Trainingskontrollen.
Die weiteren kontrollintensiven Spitzenverbände sind: Deutscher
Fußball-Bund: 973 insgesamt (886 WK + 87 TK), Deutscher
Schwimm-Verband: 465 (134 + 331), Bund Deutscher Radfahrer: 433 (241
+ 192), Deutsche Triathlon-Union: 429 (131 + 298), Deutscher
Kanu-Verband: 360 (137 + 223), Deutscher Ski-Verband: 300 (93 +
207), Deutscher Basketball-Bund: 269 (196 + 73), Deutscher
Ruder-Verband: 267 (32 + 235).
Wie es weiter heißt, führe
die Welt-Anti-Doping-Agentur
(WADA) neben den Kontrollen der internationalen Fachverbände ein
eigenes Testprogramm an Top-Level-Athleten durch. Dabei handele es
sich um unangekündigte Trainingskontrollen, die im Auftrag der WADA
vorgenommen werden. Die Ergebnisse für diesen Sektor: Insgesamt
wurden weltweit von der WADA 219 Kontrollen, inklusive 43 Blutproben
an deutschen Athleten durchgeführt. Die untersuchten Proben waren
alle negativ. Zudem wurden von der NADA im Auftrag der WADA 281
Trainingskontrollen veranlasst, bei 146 davon auch
Blutkontrollen.
Die Agentur schreibt in
ihrer Jahresbilanz unter der Rubrik „Ausblick“: „Die NADA hat mit
Beginn des Jahres 2007 begonnen, Blutkontrollen flächendeckend in
den Ausdauerarten einzuführen. Zudem werden bereits heute
zusätzliche Blutproben genommen, die nach der endgültigen Freigabe
des Verfahrens durch die WADA rückwirkend auf Wachstumshormone
überprüft werden. Diese Proben werden derzeit tiefgekühlt in den
Laboren gelagert. Mit dem Bund Deutscher Radfahrer, dem Deutschen
Leichtathletik-Verband, dem Deutschen Schwimm-Verband, dem Deutschen
Skiverband, der Deutschen Triathlon-Union und dem T-Mobile-Team
arbeitet die NADA eng zusammen, um individuelle
Kontrollvereinbarungen für zusätzliche Blutkontrollen und dem Aufbau
einer Blutdatenbank für individuelle Blutprofile
aufzubauen.“
(DOSB-Presse 07_03_20)
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