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Wir
kommen wegen der Atmosphäre
Montag, 19.06.2006
Gäste loben 42. Jugendringerturnier des KSV Siegfried, der Pokal für den
Gesamtsieg verteidigt
Von Thomas Saalfeld
SALZGITTER-BAD.
Gastgeber KSV Siegfried Salzgitter stellte beim 42. Jugendringerturnier in der
Gymnasiumsporthalle Salzgitter-Bad das stärkste Aufgebot und verteidigte den
großen Pokal für die Mannschafts-Gesamtwertung. Die Freistil-Riege des KSV
Siegfried sammelte 65 Zähler und siegte klar vor Magdeburger SV 90 (41) TSV
Achim (36), dem ASV Mainz 88 (32) und Blau-Weiß Dörpen (30). Glück Auf
Gebhardshagen wurde mit neun Punkten Zwölfter, der SV Cramme holte drei Zähler
als 17. im Feld der 19 Vereine. Über allein sechs Klassensiege seiner
Nachwuchskräfte freute sich Landestrainer und KSV-Coach
Thorsten Genglas. Einzig in der D-Jugend kamen seine Mannen als Vierte nicht auf
das Siegertreppchen. In der E-Jugend sowohl der B/C-Klasse siegten die
Hausherren, bei den Junioren/AJugend gab es Rang zwei mit nur einem Zähler
Rückstand auf Sieger BW Dörpen. Das Lob fürs gute Abschneiden reichte Genglas
bescheiden an Achmed Ozdoev weiter. Der ehemalige Freistilringer gibt sein
umfangreiches Wissen an seine Söhne sowie den KSV-Nachwuchs weiter. Die weiteste
Anreise aller 162 Teilnehmer zu diesem bundesweit wohl ältesten
Jugendringerturnier im freien Stil hatte der zehn Jahre alte Niklas Basner vom
TKV Oberforsbach zusammen mit seinem Vater Rainer auf sich genommen. Zum dritten
Mal je 500 Kilometer Anreise und Rückfahrt legten beide im Auto zwischen dem
Aachener Vorort und Salzgitter zurück. Die Basners schlugen bereits am Freitag
ihr Zelt auf dem Gelände der Eikelschule auf und der Junior sich in der
D-Jugendklasse bis 31 Kilogramm sehr wacker. Eine Unachtsamkeit in der Vorrunde
kostete ihn den Einzug ins Finale, doch sein dritter Rang drei war auch der Lohn
dafür, dass der Viertklässler vor dem Wiegen noch 800 Gramm Gewicht durch eine
ausgedehnte Joggingrunde im Schwitzanzug verloren hatte. Die Frage, ob sich 1000
Reisekilometer für drei Kämpfe zu je sechs Minuten lohnen, beantwortet Vater
Rainer Basner mit einem klaren Ja. "Als Kind und Jugendlicher war ich sieben
oder acht mal hier bei diesem Turnier. Es ist vor allem die Atmosphäre mit dem
Zelten, dem gemeinsamen Grillen und der netten Aufnahme hier in Salzgitter",
lobt Basner, ehe es vor der Rückfahrt ein Eis gibt, denn die Waage ist vorerst
kein Thema mehr für Sohn Niklas.
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